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Die Notrufnummern 110 und 112 in Harheim und einigen anderen nördlichen Stadtteilen Frankfurts werden auch weiterhin nicht direkt an die Leitstelle nach Frankfurt geleitet.

Manchmal kommt es eben doch auf Geschwindigkeit drauf an. Bei Herzinfarkt zählt jede Minute, ohne schnelle Hilfe kann der akute Verschluss einer Herzkranzarterie tödlich enden. Deswegen sofort den Notruf 112 rufen. Aber nur wenige wissen, dass in Harheim und Nieder-Erlenbach die Notrufe nicht von der Leitstelle in Frankfurt aufgenommen werden, sondern von der Leitstelle Friedberg. Von dort aus würde dann die Leitstelle Frankfurt durch Knopfdruck verständigt.

Schon seit vielen Jahren drängt der Ortsbeirat auf eine direkte Notrufnummer, ohne Umleitung. Aber ausgerechnet im High-Tech-Land Deutschland gibt die Bundesnetzagentur an, dass die technischen Möglichkeiten für eine solche Umstellung nicht vorhanden sind.

Unser Tip dazu: Rufen Sie die 112 mit dem Handy. Das könnte schneller sein.

 

Die Notrufnummern 110 und 112 in einigen nördlichen Stadtteilen Frankfurts - darunter auch Harheim - werden auch weiterhin nicht direkt an die Leitstelle nach Frankfurt sondern zuerst nach Friedberg geleitet.

Wiederholt und mehrfach hatte auch der Ortsbeirat Harheim darauf hingewiesen, dass im Notfall möglicherweise viel wertvolle Zeit verloren ginge, da alle Notrufe erst bei der Leitstelle Friedberg eingehen, und von dort nach Annahme des Gesprächs manuell an die zuständige Leitstelle in Frankfurt weitergeleitet werden. Diese Umleitung kostet zwar möglicherweise nur etwa 30 Sekunden, dennoch können beispielsweise bei Herzinfarkten auch Sekunden lebensrettend entscheidend sein.

Die Stadtverordnetenversammlung hat sich zwar der Meinung des Ortsbeirats angeschlossen. Die Bundesnetzagentur hat jedoch geäussert, dass sie keine Aussage zur Umsetzung der Forderungen der Stadt Frankfurt treffen wird, solange sich inhaltlich der § 108 des Telekommunikationsgesetztes ändern sowie das Bundeswirtschaftsministerium eine Überarbeitung der Telekommunikationsnotrufverordnung vornähme.

Natürlich war das zu erwarten, dass das aus alten Zeiten bekannte Bundesamt für Post und Telekommunikation noch zu sehr in den alten Begriffen des Staatsmonopols denkt und sich mit kundenorientiertem Denken äusserst schwer tut.

Enttäuschend ist dennoch, dass diese Bundesagentur noch nicht einmal über eine Verbesserung lebensrettender Maßnahmen nachdenkt und sich auf formale Verwaltungsgründe zurückzieht. 

 

Die Notrufnummern 110 und 112 werden auch weiterhin nicht an die zuständige Zentrale Leitstelle Frankfurt gemeldet sondern zuerst nach Friedberg. Ein Antrag des Ortsbeirates Harheim zur direkten Verbindung wurde vom Magistrat abgelehnt.

Die Telekom AG hat auf Anfrage der Stadt Frankfurt angegeben, daß der jetzige Zustand durch “historisch gewachsene Netzstrukturen der Telekom” bedingt sei (...haben wir immer schon so gemacht..) und:

“...Durch technische Einrichtungen ist jedoch sichergestellt, daß in Friedberg eingehende Notrufe über 112 aus diesen Stadtteilen unverzüglich per Knopfdruck nach Frankfurt am Main weitergeleitet werden...”

Daß sich die Telekom, die sich so gerne als Hochtechnologiefirma ansieht, tatsächlich dazu bekennt, daß sie nicht in der Lage ist, einen mechanischen Knopfdruck zu automatisieren, bringt so manchen Hobbyelektroniker doch heftig ins grübeln. Vielleicht doch die falschen Aktien gekauft?

Und weiter gehts: “...die geschätzten Kosten belaufen sich auf einmalig DM 500.000 für Programmierarbeiten und Netzmanagement. Darüber hinaus entstehen jährliche Folgekosten in Höhe von ca. DM 50.000.

Und diese Summen möchte die Telekom, die als nachfolger der Bundespost scheinbar nie so weit gedacht hat, die Vorwahlen an tatsächliche Gegebenheiten anzupassen, gerne von der Stadt Frankfurt haben. Diese jjedoch sieht sich zu diesen Ausgaben derzeit nicht in der Lage.

 

--> siehe auch Notrufnummern

 

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