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Der volle Korb mit Äpfeln ist schwer und die achtjährige Anastasija hat Mühe, ihn hochzuheben und die Äpfel in den grossen Bottich kullern zu lassen. Dort werden sie zuerst gewaschen, bevor sie weiter in die große Presse geschüttet werden, die die Früchte erst spritzend zerkleinert und dann den Saft rauspresst. Es sieht nach harter Arbeit aus, die hat aber schon am Morgen begonnen, als die Kinder des Kinderzentrums Rhönstraße und die Kinder der KT Weltenbummler zusammen mit Oliver Krimmel in den Streuobstwiesen um Harheim die Äpfel eingesammelt haben.

Rund 20 Zentner Äpfel sind auf dem Anhänger. Genug Stoff für etwa 600 Liter Apfelsaft. Apfelsaft? Nun ja, die volle Wahrheit wird den Kindern nicht an dieser Stelle verraten. Natürlich soll aus dem köstlichen Süßen anschließend hauptsächlich Apfelwein werden. Das tut aber der Begeisterung der Jungen und Mädchen keinen Abbruch. Immer wieder füllen sie sich ihre Becher aus dem Kanister mit dem frisch gepressten Saft nach. Hmmm, so frisch schmeckt das natürlich ganz anders aus der Saft aus der Flasche oder Karton aus dem Supermarkt.

Die Arbeit an der Presse ist Schwerarbeit. Aber Viktor Kalla und Ralph Neuber sind trotzdem mit Eifer dabei. Um die Tradition weiter zu pflegen, aber auch um eben “richtigen” und naturreinen Apfelwein zu haben, dafür haben sich einige Harheimer zusammengetan und gemeinsam die Presse zu kaufen. Prima Idee. Prost.

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