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Baumfällaktion an der Nidda ohne Genehmigung?

“Wer macht denn so einen Unsinn” - Heinz Göbel steht an einem Baumstumpf am Ufer der Nidda, der noch einen halben Meter aus der Erde hervorragt und versteht die Welt nicht mehr.

“Im Naturschutzbeirat kämpfen wir um jeden Baum, jede Fällung muss genehmigt werden, jeder Eingriff - gleichgar im Landschaftsschutzgebiet - muss genehmigt werden, und dann werden einfach reihenweise gesunde Bäume gefällt?”

Tatsächlich sind die Bäume zeitgleich mit einem Rückschnitt von Bäumen etwas weiter von der Nidda entfernt gefällt worden. Von einer Genehmigung weiss allerdings weder das Grünflächenamt, noch die untere Naturschutzbehörde. Der Verdacht fällt auf den “Wasserverband Nidda” mit Sitz in Friedberg, der für den Hochwasserschutz, die Unterhaltung und die Renaturierungsmaßnahmen zuständig ist.

“Hochwasserschutz und Pflegemaßnahmen, ok, aber die Fällung von Bäumen ist etwas völlig anderes als eine Pflegemaßnahme” ärgert sich Ortsvorsteher Helmut Seuffert. “Die Ortsbeiräte haben schon genügend Mühe, den Bürgern zu erklären, dass sie Bäume nicht so ohne weiteres nach Gusto fällen dürfen - und dann zeigen eben diese Bürger auf die Baumstümpfe und fragen, ob für die Verwaltung denn anderes gelten würde.”
 

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