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Immer Ärger mit der Tempo-30 Zone. Der Magistrat soll es jetzt richten.

Keine Ortsbeiratssitzung, in der nicht darauf hingewiesen wird, dass trotz Tempo-30 Zone in Harheim gerast wird. Auch diesmal wieder. Ein Anwohner beschwert sich: er hätte sich extra Harheim als Stadtteil ausgesucht, weil es hier ruhiger sei. Und nun rasen ständig die Autos die Maßbornstraße rauf und runter. Es solle doch wenigstens rechts vor links eingeführt, mehr Schilder aufgestellt und mehr Kontrollen durchgeführt werden

Ortsvorsteher Helmut Seuffert erklärt mit Geduld, dass Anzeigetafel und Messungen nach Harheim geholt worden seien. Dabei zeige sich, dass in Harheim etwa 15% der Fahrer zu schnell oder deutlich zu schnell fahren würden. Dieser Anteil entspräche jedoch auch den Meßergebnissen in anderen Stadtteilen. Somit sei es in Oberrad oder Niederursel auch nicht ruhiger. Bauliche Veränderungen wie Kölner Teller, Schwellen oder Schikanen könnten zwar die Durchfahrtgeschwindigkeit senken, erhöhen aber das Risiko für Radfahrer, Motorradfahrer und teilweise auch von Fußgängern. Eine größere Anzahl von Schildern würde nicht zwingend zur Befolgung des Verbots führen, siehe Bonames. Und der Antrag von Grünen und SPD, die Vorfahrtstraßenregelung zugunsten von rechts vor links aufzuheben wurde erst im Oktober von der Mehrheit von CDU und Freie Wähler abgelehnt.

Einstimmig dagegen stimmten die Ortsbeiräte nun dem SPD-Antrag zu, der Magistrat solle Vorschläge machen, wie die Fahrtgeschwindigkeiten in Harheim erfolgreich auf das zulässige Maß gesenkt werden können.

Da kann man nur hoffen, dem Magistrat fällt noch etwas neues ein. Im Prinzip ist die Befolgung von Verordnungen und Geboten am einfachsten mit häufigen Kontrollen und hohen Strafen erreichbar. Aber häufige Kontrollen bedeuten hoher (personeller) Aufwand und hohe Kosten und über das Strafmaß bei Ordnungswidrigkeiten entscheidet nicht der Magistrat. Also: beste Voraussetzungen, dass dieses Thema auch noch in den kommenden Jahren Anlass zu Diskussionen gibt.


 

Temp30