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Glaubt man Wikipedia, so gibt es genau vier bekannte Harheimer. Neben Oliver Reck ist das Bernger von Horheim, ein Minnesänger des 12. Jahrhunderds, Jakob Hermann Bockenheimer, ein bedeutender Frankfurter Chirurg,
und ein weltbekannter Schriftsteller von Science-fiction Romanen, nämlich Karl Herbert Scheer. Dessen literarische Leistung allerdings ist ausgerechnet den Harheimern unbekannt.
“Den kenne mir net” lautete das Kommentar von Bürgern als die Benennung von zwei neuen Straßen in Harheim zur Diskussion stand. Schon einmal wurde Karl-Herbert Scheer 2004 von den
Grünen vorgeschlagen - und vom Ortsbeirat abgelehnt.
Der Versuch der Grünen Ortsbeirätin Sabine Lubkowitz, Karl-Herbert Scheer erneut für eine Ehrung ins Gespräch zu bringen wurde nun erneut schnell abgebügelt. Keiner der Bürgervertreter
wollte mit dem Trivialschriftsteller etwas zu tun haben. Und viel wichtiger sei die Erinnerung an Jakob Quirin, den letzten Bürgermeister der ehemals selbständigen Gemeinde Harheims. Die Vita von Quirin ist
natürlich nicht uninteressant, war er doch Zeit seines Wirkens nicht nur CDU Mitglied, sondern wohl auch SPD Mitglied. Ob aber die Erfüllung der Aufgaben als Bürgermeister und die Abwicklung der eigentlich nicht
vermeidbaren Angliederung an Frankfurt alleine ausreichend Grund ist, ihn in ewiger Erinnerung zu behalten, ist doch hinterfragwürdig. Schließlich gab es ja auch noch viele andere, die ihre Pflichten, Aufgaben und
ihren Job getan haben. Zum Eintrag in Wikipedia hat seine besondere Tätigkeit jedenfalls wohl nicht gereicht.
So bleibt es in Harheim dabei: Keine Experimente. Und auch
keine Anerkennung für blühende Fantasie. Schade eigentlich.
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