Home Aktuelles Themen Information Kommentar

Ortsbeiratssitzung am 10.7.2006:
Alles bleibt beim alten: keine Änderung fürs Parken in der Philipp-Schnell-Strasse und auch keine Änderung der Nutzung der Verwaltungsstelle.

Emotional und deutlich äusserten sich die Anwohner der Philipp-Schnell-Strasse am Montag abend in der Bürgerfragestunde. Ein einseitiges Halteverbot in der Philipp-Schnell-Strasse - soviel war spürbar - das wollten die Anwohner dort nicht.

Ausdrücklich eingeladen hatte zu der Ortsbeiratssitzung Alfred Quirin, der Vertreter der BFF, mit Handzetteln, die den Anwohnern der Philipp-Schnell-Strasse verteilt wurden. Die Betroffenen kamen zahlreich. Die erhoffte Unterstützung für seine Idee fand Quirin dabei allerdings nicht, die Bürger wiesen darauf hin, dass sich die Situation in ihrer Strasse nicht mit der Korffstrasse vergleichen liesse, seien doch die Höfe in vielen Fällen deutlich kleiner.

Angesichts so viel Widerstands gab Quirin nach. “Kein Problem - Wenn sie es nicht wollen, dann ziehe ich den Antrag halt zurück”. Die ebenso geforderte langfristige Beseitigung der Bäume auf der Strasse in der Philipp-Schnell-Strasse soll dagegen weiterhin verfolgt werden. Wenngleich eine vollständige Beseitigung nicht die Mehrheit im Ortsbeirat fand, waren alle übereinstimmend der Ansicht, dass der Zustand auch nicht so bleiben könne, wie er derzeit ist. Nach der Sommerpause soll mit Vertretern aus den Ämtern beraten werden, inwieweit ein besseres Pflegekonzept eingeführt werden könne.

Den Antrag, im alten Harheimer Rathaus das 15. Polizeirevier unterzubringen, zog Quirin ebenfalls zurück. Er habe frühzeitig darauf hinweisen wollen, dass über die Nutzung der Verwaltungsstelle nachgedacht werden muss, da immer mehr Dienstleistungen dort eingeschränkt worden wären. Vertreter der Vereine gaben zu bedenken, dass das Rathaus das Heimatmuseum beherberge, ausserdem nutze der Vereinsring weitere Räume dort.

Aber das war noch nicht alles. Vertreter von Kassen- und Steueramt sowie FES trugen Informationen zur Strassenreinigung, Kehrsatzung und Selbstreinigen bei, und die Ortsbeiräte diskutierten ausführlich und hart um den Erhalt von Feldwegen, über Stellplätze, über Seilfabrik, Autobahnanschluss Bonames, Polizeiwache im Wickenweg und die von der CDU aufgeworfenen Frage, ob nach der Hessischen Gemeindeordnung ein Ortsvorsteher gleichzeitig Fraktionssprecher seiner Partei sein dürfe. So schloss schliesslich kurz vor Mitternacht eine der längsten Sitzungen seit mehreren Jahren.