|
Stadtverordneter schlägt Quartierparkplatz in der Riedhalsstraße zur Lösung der Frankfurter Parkprobleme vor.
Nein! Kein Aprilscherz! Der Stadtverordnete Dr. Dr. Rainer Rahn will auf der ”unteren Riedhalsstraße” einen Quartiersparkplatz einrichten und damit erreichen, daß Autos nicht mehr auf den Gehwegen
parken müssen und die Fußgänger somit wieder ungestört laufen können.
Von einem Konsens unter den Anwohnern zusammen mit dem Ordnungsamt, sich die engen Straßen vorsichtig zu teilen und gemeinsam zu benutzen, will Dr. Dr. Rahn nichts wissen. Die Rechte der Fußgänger und der Kinder auf
Schulwegsicherheit seien in Harheim mißachtet, und müssten wieder hergestellt werden.
Rahn will in Harheim das Parken auf Gehwegen nicht länger hinnehmen und fordert, dass die Polizei scharf durchgreift.
Die Harheimer sollen aber dennoch eine Möglichkeit bekommen, ihr Auto legal abzustellen. Dafür soll die untere Riedhalsstraße genutzt werden.
Zählt man die Autos durch, die in der Pfarrwiese, im Auweg und in der Haintalstraße ganz oder teilweise auf dem Gehweg parken, ist allerdings fraglich, ob der Teil Riedhalsstraße bis zur Einfahrt zum
Sportanlagenparkplatz ausreichend groß ist. Was läge aber näher, als dann die Spielgeräte beiseite zu räumen und die breite Riedhalsstraße endlich wieder für den KfZ-Verkehr zu öffnen.
Zwar weist Dr. Dr.
Rahn ausdrücklich zurück, dass er die Spielstraße auflösen will. Allein, wer kurz durchrechnet, wieviele Fahrzeuge heute schon ganz oder teilweise auf Bürgersteigen stehen, wird schnell erkennen, dass beträchtliche
Parkflächen erforderlich sind.
Die Ortsbeiräte in Harheim sind überrascht von dem genannten Vorschlag. Ortsvorsteher Helmut Seuffert hat den FAG-Stadtverordneten Rahn mittlerweile zur nächsten Ortsbeiratssitzung eingeladen, damit dieser den Fragen
der Harheimer Bevölkerung Rede und Antwort stehen kann. Seuffert selbst hat Rahn angeboten, vor der Ortsbeiratssitzung eine kleine Stadtteilführung mit ihm durchzuführen. “Damit er wenigstens weiß, worüber die
Harheimer reden”.
“Ich habe ihn noch nie in einer Ortsbeiratssitzung gesehen auch nicht in Harheim. Ich hoffe, er weiß, was er tut...” äussert sich Ortsvorsteher Seuffert, und eine leichte Verärgerung ist ihm durchaus
anzumerken. “Da sind wir natürlich begeistert. Die auf den Gehwegen parkenden Autos in Sachsenhausen sind wohl ok, nur in Harheim in der Pfarrwiese muss auf jeden Fall die StVO durchgesetzt werden. Das
klingt schon ein wenig nach besonders eigenen Interessen.”
.
|