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28. September 2010:
Tempo 30 Zone -
keine Mehrheit für Rechts vor Links


Fast fünf Jahre alt ist die Tempo 30 Zone in Harheim. Ein Erfolg oder totaler Reinfall? Anlass genug, im Ortsbeirat darüber heftig zu streiten.

Für Bernd Kölling, den Fraktionssprecher der CDU im Ortsbeirat, ist die Sache klar: “Die Tempo30 Zone hat nichts gebracht. Die Unzufriedenheit ist immer größer geworden.”

Ortsbeirat Stefan Quirin - ebenfalls von der CDU - sieht das ganz anders: “Nach Einführung der T30 Zone hat sich das Tempo der Verkehrsteilnehmer deutlich reduziert”

So völlig verschieden die Wahrnehmung unter den Ortsbeiräten in ein und der selben Partei? Vielleicht haben ja beide Recht!

Unstrittig ist, dass nach der Einführung der Tempo 30 Zone die durchschnittliche Geschwindigkeit deutlich gesunken ist, glaubt man den seltenen Messungen des Ordnungsamtes. Unstrittig ist aber ebenso, dass sich bei weitem nicht alle Verkehrsteilnehmer an das Tempolimit halten.

Als Reaktion auf die Beschwerden der Anwohner und Bürger haben Grüne und SPD in einem Antrag angeregt, die Vorfahrtsstraße aufzuheben und Rechts vor Links einzuführen. Nun müsste natürlich auch gerade der Bus manchmal anhalten und Vorfahrt gewähren, aber gleichzeitig würde eine deutlich höhere Geschwindigkeit als zulässig stark erschwert, wenn nicht gar unmöglich werden.

Die Ortsbeiräte der CDU und der freien Wähler aber sehen sich zu sehr behindert. Unter den Worten des Ortsbeirats der Freien Wähler - “Mauer um Harheim bauen, keinen mehr reinlassen” wird der Vorschlag abgelehnt.

Einen anderen Vorschlag zur Geschwindigkeitssenkung haben die Gegner allerdings auch nicht. Und auch das “keinen mehr reinlassen” passt eher zur Mentalität des Sprechers als zu genau diesem Thema: die Mehrheit der Verkehrssünder sind Harheimer.

 

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