|
Einen noch etwas müden Eindruck machen manche der Interessierten an dem Spaziergang durch das Naturschutzgebiet “Harheimer Ried” an diesem Sonntag morgen um 9 Uhr. Aber die Informationen und die
spannenden geschichtlichen Rückblicke lassen keine Langeweile aufkommen.
Manfred Bockenheimer, der Vorsitzende der Naturschutz- und Jägervereinigung deutet auf die
Niströhre mit der Hausnummer 112 am Harheimer Stadtweg, und wie abgesprochen fliegt eine Blaumeise blitzschnell in das innere und ist auch sofort wieder weg. Rund 150 Niströhren hat Bockenheimer mit Helfern an den
Bäumen und in den Streuobstwiesen montiert, und das Angebot wird von den Blau- und Kohlmeisen und Baumläufern gut angenommen. Auch die 12 Steinkauzröhren seien gut belegt, in Harheim gäbe es nach Sossenheim die
stärkste Steinkauzpopulation in Frankfurt.
Noch bevor überhaupt das Naturschutzgebiet erreicht ist, sind schon so viele interessante Dinge gefunden und Kräuter entdeckt, und die Teilnehmer diskutieren eifrig
über Heilwirkung oder Nutzen. Beim Betreten des Naturschutzgebietes dann rächt sich beim einen oder anderen Teilnehmer die Schuhwahl - nicht jeder hat daran gedacht, dass ein Riedgebiet tendenziell feucht ist.
Auch die Beiträge von Dr. Dagmar Wendler vom Kulturverein sorgen für heitere Stimmung. Schon in früheren Jahrhunderten konnte man offenbar den Harheimern eine gewisse Dickköpfigkeit und Eigensinnigkeit nicht
absprechen.
Darüber kann man aber noch bei einem Glas Äppler weiterdiskutieren....
|