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14. September 2010:
Die alte Seilfabrik ist nicht mehr da

Es hat doch etwas länger gedauert, als angenommen, aber jetzt ist es passiert: da, wo seit über 15 Jahren die Ruine der ehemaligen Seilfabrik nur noch für Graffity-Sprayer ein Paradies war, fahren jetzt LKWs die zerkleinerten Überreste der Ruine weg.

Allenfalls der mit Mundschutz und langem Schutzmantel ausgestattete Arbeiter an der Zerkleinerungsmaschine flößt mit seinem Darth Vader Aussehen noch ein wenig Angst ein. Von der Ruine selbst, die über viele Jahre alles andere als ein positiver Bestandteil des Landschaftsbildes gewesen ist, bleiben nur noch Berge von Geröll und Schutt.

Und sobald diese letzten Überreste beseitigt sind wird unmittelbar die Neubebauung begonnen. In den kommenden Monaten entstehen die Doppelhäuser und Reihenhäuser des Auenparks. Dann erinnert nicht einmal mehr der Namen an dieses lange Kapitel Harheimer Geschichte.

 

13. November 2009:
Endlich: Alte Seilfabrik wird abgerissen und neu bebaut

Unschöner Anblick am Ortseingang: die verlassene und hässliche Ruine der alten Seilfabrik. Fast 20 Jahre lang ist das Anwesen zunehmend verfallen. Doch jetzt soll neu bebaut werden.


Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts hätte aus der alten Seilfabrik zunächst ein fleischverarbeitender Betrieb werden sollen. Nachdem aber dann der neue Schlachthof der Stadt Frankfurt nicht, wie damals geplant, in Nieder-Eschbach entstand, plante der Eigentümer um, und wollte ein grosses Wohngebäude mit Büroräumen errichten. Schlecht, dass es für dieses Areal aber gar keinen Bebauungsplan gab, und so wurde das Projekt “Seilfabrik” zu einem mehraktigen Drama, in dem neben dem Eigentümer auch etliche Ämter eine tragende Rolle übernahmen. 

Im Jahr 2006 war immer noch die Erschliessung nicht geklärt und erst nach Intervention von Stadtteilpolitikern konnte ein weiterer Stein auf dem schwierigen Weg beiseite geräumt werden.

Nun ist das Areal an eine große Wohnbau-Projektgesellschaft verkauft worden, die beabsichtigt, im Frühjahr 2010 die Ruine abzureißen und dort Reihenhäuser und ein Doppelhaus zu errichten.
 

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