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Auch nach Einführung der Umweltzone: freie Zufahrt nach Harheim

Ganz einfach war das nicht für den Leiter des Umweltamtes Klaus Wichert und seinen Amtskollegen aus dem Straßenverkehrsamt, Ulrich Schöttler, äußerten die Harheimer Bürger und Ortsbeiräte doch auch heftige Kritik an der Plakettenpflicht und der Einführung der Umweltzone, obwohl Harheim selbst gar nicht in dieser Zone ist. Gerade das sah Kinderbeauftragte Kristina Luxen als Problem: “dann kommen alle von der Autobahn und Parken hier!”. Fraktionssprecher der CDU, Bernd Kölling, schlussfolgerte logisch aber pessimistisch: “Wenn in 5 Jahren ohnedies nur noch Autos mit grüner Plakette fahren dürfen, dann werden neue Plaketten mit schärferen Grenzwerten eingeführt und so geht das immer weiter”. Auch Alfred Quirin (BFF) war besorgt: “Bislang sind an vielen bayrischen Feiertagen die Leute aus der aschaffenburger Gegend nach Frankfurt zum Einkaufen gekommen. Die werden jetzt wegbleiben oder sie fahren gleich ins Main-Taunus-Zentrum.”

Wichert und Schöttler hatten durchaus Verständnis für diese Kritik. Sie betonten jedoch, dass weder sie selbst noch die Stadt Frankfurt sich diese Umweltzone gewünscht hätten, sondern dass sie zur Umsetzung durch EG-Gesetze und durch Verordnungen des Bundes gezwungen würden.

Im Detail zeigte sich dann: der P+R Parkplatz in Kalbach wird von der Umweltzone ausgenommen sein, damit Pendler weiterhin dort parken und auf die U-Bahn umsteigen können. Damit ist auch die freie Zufahrt von der Autobahnabfahrt Nieder-Eschbach nach Harheim ohne Umweg möglich - auch ohne Plakette.

Und wer noch eine Plakette braucht: die kann er auch in den Bürgerämtern bekommen. 

Umweltamt und Straßenverkehrsamt informieren in der Ortsbeiratssitzung über die Einführung der Umweltzone

Über die Einführung der Umweltzone und über Feinstaubbelastung werden am Montag, 18. August, 20 Uhr, vor der Ortsbeiratssitzung im Bürgerhaus der Leiter des Umweltamtes Klaus Wichert und der Leiter des Straßenverkehrsamtes Ulrich Schöttler berichten und den Fragen der interessierten Bürger zur Verfügung stehen.

Bürger können Anregungen zur Umweltzone formulieren.

Seit dem 3. Juni und bis 16. Juli liegt der Entwurf des Aktionsplans zur Umweltzone im technischen Rathaus (Braubachstrasse 15) öffentlich aus. In diesem Zeitraum können auch Einwände und Bedenken oder Anregungen zur Verbesserung eingereicht werden.

Um den Aktionsplan zu sehen, muss man sogar nicht einmal zum Technischen Rathaus fahren - er ist auch im Internet unter www.umweltzone.frankfurt.de herunterladbar.

Harheim und die Umweltzone

Eine Umweltzone wird in Frankfurt ab dem 1. Oktober 2008 eingerichtet. Stadtteil Harheim ist nicht in dieser Zone. Also freie Fahrt für alle Harheimer?

Die Umweltzone wird die Fläche innerhalb des “Autobahnrings” umfassen. Im Westen wird sie begrenzt durch die A5, im Süden durch die A3 und im Osten und Norden durch die A661, so jedenfalls der Kompromiss zwischen dem Umweltdezernat Frankfurt und der Landesregierung Hessen.

Harheim ist demnach nicht in dieser Umweltzone, auch nach dem 1. Oktober dürfen Fahrzeuge ohne Plakette von oder nach Harheim fahren. Nur nicht auf allen Wegen. Plakettenlose Harheimer können eigentlich auf dem Weg durch Bonames nicht mehr legal zur Autobahn A661 gelangen, da sie am Oberen Kalbacher Weg mit der Unterfahrung der A661 in die Umweltzone einfahren. Da hilft ein kleiner Umweg ab: In Bonames könnte man die Homburger Landstraße nach Nieder-Eschbach und dann über die Berner Straße an Ikea vorbei auf die A661 gelangen. Notfalls könnte man am Homburger Kreuz drehen um in Richtung Offenbach fahren zu können.

Etwas mehr Probleme werden Pendler haben, die morgens den PKW auf dem P&R Parkplatz in Kalbach stehen lassen wollen und - umweltfreundlich - mit dem RMV weiterfahren. Bedingt durch die Schließung des alten AB-Anschlusses Bonames kommen diese jedenfalls keineswegs legal ohne Plakette zum P&R Parkplatz.

Über diese Details hat man sich im Umweltdezernat und im Verkehrsdezernat noch keine Gedanken gemacht. Man werde aber noch darüber sprechen, kündigt Wendelin Friedel vom Umweltdezernat an.

 

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